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Nachrichtenagenturen: Peter Zschunke wechselt zum Evangelischen Pressedienst

"Peter Zschunke ist langjähriger Nachrichtenprofi, eine Idealbesetzung für die Stelle" - freut sich Thomas Schiller, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd), im Gespräch mit Newsroom.de über den Personalcoup. Zschunke, aktuell Leiter der AP Weltnachrichten von dpa in Berlin, kehrt zurück an den Main.

Berlin - Zschunke, 56 Jahre, wird neuer Chef vom Dienst der Zentralredaktion des Evangelischen Pressediensts (epd) und Mitglied der Chefredaktion. Zudem soll er als Social Media Editor in der Frankfurter epd-Zentrale fungieren.

Der Agenturjournalist löst zum 1. Juli 2013 Peter Bosse-Brekenfeld (63) ab, der in den Ruhestand tritt.

 

Peter Zschunke wechselt zum Evangelischen Pressedienst.

 

"Peter Zschunke hat eine große Netzaffinität, die wir nutzen werden. Im Laufe des Jahres wollen wir eine ausgefeilte Social-Media-Strategie vorstellen", sagt epd-Chefredakteur Thomas Schiller im Newsroom.de-Gespräch.

Gemeinsam mit Chefredakteur Schiller und Nachrichtenchef Karsten Frerichs bildet Zschunke zukünftig die epd-Chefredaktion.

Zschunke begann seine journalistische Karriere bei der „Frankfurter Neuen Presse“ und kam 1986 zur Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

Im Jahr 2010 wechselte Zschunke, zu dem Zeitpunkt war er stellvertretender dapd-Chefredakteur und Auslandschef, als Chefkorrespondent Netzwelt zur Deutschen Presse-Agentur.

Gegenüber Newsroom.de erklärte Zschunke, "nach der Weltagentur AP und der internationalen Agentur dpa möchte ich nun die Arbeit für eine kleinere Nachrichtenagentur kennenlernen. Schon lange schätze ich die hohe Qualität der Berichterstattung aus den epd-Redaktionen. Ich freue mich darauf, dies als CvD zu unterstützen und auch im Netz bekannter zu machen", so Zschunke.

Und Zschunke dankt der Deutschen Presse-Agentur: "Die vergangenen drei Jahre in der dpa-Netzwelt waren für mich eine erfüllte Zeit in einem großartigen Team. Nun bin ich auch aus persönlichen Gründen froh, wieder nach Frankfurt zurückzukehren."

 

Thomas Schiller, Chefredakteur Evangelischer Pressedienst.

 

Auf Twitter wünschen ihm bereits zahlreiche Nachrichtenmacher viel Erfolg bei der neuen Aufgabe. So schreibt dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner: "Viel Glück, viel Erfolg, lieber Kollege. We'll miss u!".

Peter M. Gehrig, letzter Chefredakteur von Associated Press Deutschland, erklärte gegenüber Newsroom.de, dass Zschunke "ein Gewinn für den epd" sei.

Zschunkes epd-Vorgänger Peter Bosse-Brekenfeld (63) ist seit 1980 als Redakteur für den epd tätig, zunächst für die Publikation epd-Entwicklungspolitik und seit 2001 als Chef vom Dienst und Stellvertretender Chefredakteur.

Die Nachrichtenagentur epd steht wie alle Nachrichtenlieferanten unter Druck. "Der Kundenmarkt ist und bleibt schwierig. Wir hoffen, dass die Verlage ihre Etats für Agenturen nicht kürzen", so epd-Chefredakteur Schiller zu Newsroom.de mit Blick auf das Verschwinden der Nachrichtenagentur dapd.

Älteste Nachrichtenagentur Deutschlands

Die Frankfurter epd-Zentrale produziert die überregionalen Nachrichten-, Foto- und Grafikdienste des epd sowie die Fachdienste epd medien, epd sozial und epd Dokumentation.

 

Der Evangelische Pressedienst wurde 1910 in Wittenberg gegründet.

 

Der epd hat zudem sieben eigenständige Landesdienste mit insgesamt 35 Standorten für die regionale Berichterstattung,

75 Redakteure arbeiten für den Evangelischen Pressedienst, der zum Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gehört. Zum Vergleich - die Deutsche Presse-Agentur dpa gab für das Jahr 2011 an, dass sie rund 1000 Mitarbeiter im Textbereich weltweit beschäftigt.

Der Evangelische Pressedienst gilt als die älteste der noch bestehenden Nachrichtenagenturen in Deutschland. Gegründet wurde sie im Jahr 1910 in Wittenberg.

Bülend Ürük

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