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dpa

Bundespressekonferenz fordert selbstbestimmten Medien-Zugang zu Trump

Welche Korrespondenten den Präsidenten begleiten, will Trumps Regierungszentrale selbst bestimmen − und bricht mit einer Washingtoner Tradition. Das empört auch deutsche Hauptstadtjournalisten.

Berlin (dpa) − Die deutsche Journalistenvereinigung Bundespressekonferenz unterstützt die Reportervereinigung des Weißen Hauses in der Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump. Das Weiße Haus hatte angekündigt, nun selbst zu steuern, welche Journalisten Trump begleiten. Bislang regelte den Korrespondenten-Pool die White House Correspondents‘ Association (WHCA).

 

„Das seit Jahrzehnten geltende und bewährte Prinzip der Selbstorganisation von Journalistinnen und Journalisten im sogenannten White House Presspool muss erhalten bleiben“, forderte Mathis Feldhoff, der Vorsitzende der Bundespressekonferenz. Der Vorstand sei besorgt und verurteile die geplanten Änderungen. 

 

Über viele Jahre hätten die US-amerikanischen Medien bewiesen, dass die bisherige Organisation einwandfrei funktioniere. Sie sichere auch eine hohe Qualität in der Berichterstattung über das Weiße Haus. „Der Vorwurf der Sprecherin von US-Präsident Trump, Karoline Leavitt, es gebe „ein Monopol“ über den Zugang zum Präsidenten, ist ein verdeckter Eingriff in die Pressefreiheit“, kritisierte Feldhoff.

 

Weißes Haus reißt Kontrolle über Journalisten-Pool an sich

Leavitt hatte am Dienstag verkündet, dass das Weiße Haus die Kontrolle über den Korrespondenten-Pool übernehme. Aus dem Weißen Haus war auch Kritik gekommen, die aktuelle Zusammensetzung des Pools sei politisch einseitig und linkslastig. 

 

Das Weiße Haus hatte bereits den Reportern der US-Nachrichtenagentur AP den Zugang zum Büro und zum Flugzeug des Präsidenten entzogen. AP hatte sich geweigert, die von Trump per Dekret für den Golf von Mexiko eingeführte Bezeichnung „Golf von Amerika“ zu verwenden.